3 Tage Skaten für Mädchen

Skaten ist nicht nur was für Jungs! Im Juli haben wir zum ersten Mal drei Tage am Stück mit einer Gruppe von neun Mädchen in der Skatehalle verbracht. Die Morgen haben wir jeweils mit einer „Wie geht’s mir“-Runde, Ice-Breakern, einem geistlichen Input und Aufwärmspielen verbracht. Die ungeschlagene Nummer eins war „Der Boden ist Lava“, wobei die Mädchen beim Stoppen der Musik schnellstmöglich auf ein Obstacle (Hindernis im Skatejargon) in der Halle klettern mussten.
Die Inputs handelten davon, dass Gott uns Sicherheit und Schutz geben möchte, so wie uns der Helm beim Skaten schützt; von der bedingungslosen Liebe Gottes, der uns so annimmt wie wir sind und davon, dass Gott uns hilft über Mauern zu springen bzw. die großen Rampen in der Skatehalle zu überwinden.

Nachdem die anfängliche Schüchternheit am ersten Tag überwunden wurde, ist die Gruppe sehr schnell zusammengewachsen und es haben sich neue Freundschaften geschlossen. Schließlich hat man über mehrere Tage gemeinsam das Skateboardfahren gelernt und ist aus der Komfortzone rausgegangen. Das geht im Team meist besser als alleine, vor allem, wenn man sich gegenseitig unterstützt.

Schon am ersten Tag sind die Mädchen auf den Skateboards durch die Halle gesaust, als hätten sie vorher nie etwas anderes gemacht. Das Falltraining mit Ira hat schon die ersten Ängste genommen und Möglichkeit geboten, die Begebenheiten der Halle kennenzulernen.
Die meiste Zeit des Tages haben wir auf den Skateboards verbracht. Es wurden Rampen hoch- und runtergefahren, kleine Tricks, wie z.B. der Banana-Flip, Crab Walk oder Strawberry-Milkshake gelernt, Kick-Turns geübt und Drop-Ins gewagt. Wem das nichts sagt, kann sich das neue Reel auf Instagram anschauen, um sich selbst ein Bild davon zu machen, was die Mädchen in kürzester Zeit gelernt haben J

Mittags haben wir eine gemeinsame Mittagspause gemacht und wer sich zwischendrin ausruhen wollte, konnte die Zeit nutzen, um Perlenarmbänder zu machen, Spiele zu spielen oder eine Kleinigkeit zu snacken. Um nach dem Essen wieder in Fahrt zu kommen, haben wir auf den Skateboards „Feuer – Waser – Blitz“ gespielt, allerdings in abgewandelter Form. Rief Ira „Regen!“, so mussten sich die Mädchen auf den Boden setzen und das Board über den Kopf halten. Bei „Sturm“, mussten sie irgendwo hinfahren und sich festhalten und sich bei „Rudern“ auf das Board setzen und Ruderbewegungen machen. Das war ein großer Spaß.

Es ist immer wieder bewundernswert wie schnell Mädchen diesen Sport erlernen und was sie sich nach kurzer Zeit trauen. Da können wir Erwachsenen uns noch eine Scheibe von abschneiden. Nach all den Skateworkshops, die ich bisher leiten durfte, kann ich sagen: Skaten macht mutig und stark. Ich wünsche den Mädchen sehr, dass das neugewonnene Selbstbewusstsein noch lange anhält, genauso wie die Freude am Skaten.

Ein großer Dank gilt den beiden Coaches Lena und Ira, die ihr Bestes gegeben haben, um den Mädchen eine schöne und lehrreiche Zeit zu bescheren.

Fotos findest du hier.

Jara Giesler
Jugendbildungsreferentin